
Eine Löschdecke gehört zur Grundausstattung für den Brandschutz – im Haushalt, beim Camping, im Auto oder in der Werkstatt. Wer eine Löschdecke kaufen möchte, sollte jedoch nicht einfach zum erstbesten Produkt greifen. Denn nicht jede Löschdecke ist für jeden Brand geeignet.
In diesem Beitrag erfahren Sie:
- Welche Arten von Löschdecken es gibt
- Wofür sie eingesetzt werden können
- Worauf Sie beim Kauf achten sollten
- Warum eine klassische Löschdecke bei Akkubränden nicht reicht
Inhaltsverzeichnis
Was ist eine Löschdecke – und wofür wird sie verwendet?
Eine Löschdecke ist ein feuerfestes Tuch, das zur Bekämpfung kleiner Brände eingesetzt wird – besonders in Situationen, in denen ein Feuerlöscher ungeeignet oder überdimensioniert wäre.
Sie wird über die Flammen gelegt, um den Sauerstoff zu entziehen und das Feuer zu ersticken.
Typische Einsatzbereiche:
- Fettbrand in der Küche
- Entstehungsbrände in Papierkörben, Kleidung oder Textilien
- Feuer am Grill, im Wohnmobil oder beim Camping
- Sicherheitseinrichtung in Büros, Schulen und Werkstätten
Löschdecke kaufen – Welche Arten gibt es?
Beim Kauf einer Löschdecke haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Materialien und Größen. Wichtig ist, dass das Produkt zur DIN EN 1869 zugelassen ist – das ist die europäische Norm für Haushaltslöschdecken.
Häufige Materialien:
- Glasfasergewebe: weit verbreitet, hitzebeständig bis ca. 500 °C
- Aramidfasern (z. B. Kevlar): besonders robust, reißfest und langlebig
- Beschichtete Spezialtextilien: z. B. Silikon oder Vermiculit für industrielle Anwendungen
Größenempfehlung:
- 1 x 1 m: nur für sehr kleine Brände
- 1,2 x 1,8 m oder größer: empfohlen für Haushalt, Küche oder Kleidung
- 6 x 8 m oder größer: für Feuerwehr oder Industrie; Anwendung auf Fahrzeugen oder Containern etc
Worauf sollten Sie achten, wenn Sie eine Löschdecke kaufen?
Beim Kauf geht es nicht nur um Preis und Material – es zählen vor allem Qualität und Anwendungsbereich.
Checkliste für den Kauf einer Löschdecke:
✅ Zertifizierung nach DIN EN 1869
✅ Mindestgröße 1,5 x 1,5 m für Alltagsanwendungen
✅ Hitze- und reißfestes Material, idealerweise Glasfaser oder Aramid
✅ Sichtbare, griffbereite Aufbewahrungstasche (z. B. zum Anbringen an der Wand)
✅ Klare Anleitung zur Anwendung auf Verpackung oder Hülle
Achtung: Für Akkubrände reicht eine normale Löschdecke nicht aus
Immer mehr Brände entstehen durch Lithium-Ionen-Akkus – zum Beispiel in E-Bikes, Laptops, Werkzeugen oder Powerbanks.
Eine klassische Löschdecke kann hier versagen, weil:
- Temperaturen von über 1.300 °C erreicht werden
- der Akku seine eigene Sauerstoffquelle erzeugt und somit nicht erstickt werden kann+
- Explosionen entstehen können
Die Lösung: Eine spezielle Brandbegrenzungsdecke oder eine Löschdecke für E-Bikes, die für extreme Hitze und Akkubrände entwickelt wurde.
Wenn Sie Akkus im Haus oder in der Werkstatt laden, sollten Sie keine herkömmliche Löschdecke kaufen, sondern auf diese speziellen Sicherheitsprodukte setzen. Diese Brandbegrenzungsdecken sind zwar teurer, halten aber auch einem Akkubrand stand. Lesen Sie dazu auch folgenden Blogbeitrag, bei dem eine herkömmliche Löschdecke und eine Brandbegrenzungsdecke bei einem E-Scooter Brand eingesetzt wurden.
Wo kann man eine Löschdecke kaufen?
Sie können Löschdecken online, im Baumarkt oder im Fachhandel kaufen. Achten Sie beim Kauf auf:
- Transparente Produktinformationen
- CE- oder DIN-Zertifizierung
- Einsatzempfehlung (z. B. Haushalt, Küche, Industrie, Akku etc.)
Löschdecke kaufen – ein kleiner Aufwand mit großer Wirkung
Eine Löschdecke kann im Notfall den entscheidenden Unterschied machen. Sie ist einfach zu bedienen, vielseitig einsetzbar und günstig in der Anschaffung.
Wichtig ist:
- auf Qualität und Normen zu achten,
- die richtige Größe zu wählen,
- und zu wissen, dass Akkubrände spezielle Löschdecken, nämlich Brandbegrenzungsdecken, erfordern.
Ob in der Küche, im Wohnmobil oder in der Garage: Wenn Sie eine Löschdecke kaufen, investieren Sie in Sicherheit.